Spinalanästhesie

Bei der Spinalanästhesie wird ein örtliches Betäubungsmittel in den Liquor ("Nervenwasser") injiziert. Das führt zu einer vollständigen Gefühllosigkeit der unteren Körperhälfte. Da die Punktionsstelle in aller Regel zwischen dem 3. und 4. Lendenwirbel liegt, ist sie weit vom Rückenmark entfernt. 

Diese Form der Betäubung ist sehr gut geeignet für alle Operationen unterhalb des Bauchnabels. Bei uns sind das die Operationen an den Venen, Hüft- und Kniegelenksprothesen, Kniegelenksarthoskopien („Spiegelungen“), Kreuzbandplastiken und Fußoperationen.

Die Vorteile dieses Betäubungsverfahrens liegen darin, dass eine Beatmung nicht nötig wird und dass, insbesondere bei älteren Menschen, die kognitiven Funktionen (Wahrnehmung, Erinnerung, Denken und Lernen) weniger beeinträchtigt werden. Darüber hinaus hat die Spinalanästhesie positive Effekte auf die Schmerzreduktion nach einer Operation.

Nachteilig ist eine sehr geringe Rate an Kopfschmerzen, die nach einer Punktion auftreten können. Gelegentlich kann es auch zu einem Harnverhalt kommen. Eine Verletzung von Nerven oder gar des Rückenmarks mit bleibenden Schäden ist extrem unwahrscheinlich.

Häufig gestellt Fragen zur Spinalanästhesie finden Sie hier beantwortet.

zurück