Häufig gestellte Fragen

 

Ist die Narkose sicher?

Heute sind die Narkoseverfahren sehr sicher. Sie können sich auf der Homepage unseres Berufsverbandes gezielt über die Sicherheit von Narkosen informieren. Über ihr individuelles Risiko unterhalten wir uns im Rahmen des Aufklärungsgespräches vor der Narkose.

 

Wie lang darf ich vor der Narkose essen und trinken?

Bis 6 Stunden vor der geplanten Narkose dürfen Sie feste Nahrung, z.B. eine Scheibe Weissbrot mit Marmelade, zu sich nehmen. Bis 4 Stunden vorher dürfen Sie klare Flüssigkeit (z.B. Wasser klarer Saft, usw.) trinken.

Neugeborenen und Säuglinge dürfen bis 4 Std. vor der geplanten Narkose gestillt werden bzw. eine Flaschenmahlzeit bekommen.

 

 Muss ich meine Medikamente vor der Narkose absetzen?

In aller Regel können Sie Ihre Medikamente bis zum Operationstag weiter nehmen. Es gibt selten Medikamente, die zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen eingesetzt werden, die man vorher absetzen sollte. Welche das im speziellen sind, können Sie im Beipackzettel nachlesen oder uns anrufen und persönlich mit uns sprechen.

 

Wann muss ich mein Aspirin absetzen?

Für die Narkose muss Aspirin grundsätzlich nicht abgesetzt werden.

Allerdings ist es für bestimmte Operationen wichtig, dass Aspirin mindestens 4 Tage vorher abgesetzt wird. Ob das für ihre Operation so ist, fragen Sie bitte Ihren Operateur.
Darüber hinaus kann es sein, dass bei Ihnen Aspirin besser nicht abgesetzt wird. Im Zweifelsfall können Sie das mit Ihren Hausarzt besprechen.

 

Wann muss ich in die Klinik?

Normalerweise werden Sie am Tag vor der Operation in die Klinik aufgenommen. In Ausnahmefällen genügt auch die Aufnahme am OP Tag, hier müssen Sie bitte selbst auf die Einhaltung der Nüchternzeiten achten. Wann genau ihre Aufnahme sein soll, erfragen Sie bitte bei Ihrem Operateur, bzw. bei der stationären Aufnahme der Hofgartenklinik. 

Auf jeden Fall ist zu empfehlen, die Aufnahmeformalitäten spätestens am Tag vor der geplanten Operation zu erledigen.

 

Wie sieht es aus mit Schmuck, Uhren und Piercings?

Schmuck und Uhren sollten auf jedenfall nicht mit in den OP, Piercings sollten, wenn möglich, ebenfalls entfernt werden 

 

Muss ich meine Zahnprothese herausnehmen?

Ja! Es besteht, die Gefahr, dass die Prothese in Narkose sich lockert und verschluckt wird. Falls Sie eine sehr fest sitzende Zahnprothese tragen, fragen Sie uns!

Wenn Sie allerdings eine Spinalanästhesie oder Regionalanästhesie bekommen können Sie Ihre Zahnprothese behalten. Sprechen Sie uns bitte diesbezüglich beim Vorgepräch an.

 

Welche Nebenwirkung können durch eine Vollnarkose auftreten?

Es kann zu Beschädigungen der Zähne kommen. Wenn der Beatmungsschlauch eingelegt wird, muss die Zunge mit einem Laryngoskop (Metallspatel)  nach unten gedrückt werden. Das Laryngoskop kann die Oberkieferschneidezähne berühren und hier Schäden anrichten. Besonders gefärdet sind vorgeschädigte Zähne, Kronen oder ähnliches. Deshalb sind Ihre Angaben zu vorbestehenden Veränderungen an den Zähnen für uns sehr wichtig. Diese werden dann auf dem Narkoseprotokoll vermerkt. Eine vorübergehende Heiserkeit und/oder Halsschmerzen können durch den Beatmungsschlauch entstehen.

Allergische Reaktionen durch die Medikamente sind extrem selten. 

 

Werde ich nach der Operation starke Schmerzen haben?

Wir werden mit der Schmerztherapie bereits während der Narkose beginnen und setzen sie im Aufwachraum fort. Die Behandlung postoperativer Schmerzen liegt uns besonders am Herzen. Jeder Patient bekommt einen individuellen Therapieplan, der auf der Station befolgt wird. 

 

Mir wird nach Narkosen immer übel. Wird das wieder so sein?

Erzählung Sie uns beim Aufklärungsgespräch von ihren schlechten Erfahrungen nach den letzten Narkosen. Wir werden dann alles tun, damit Ihnen nach der Narkose nicht schlecht wird. In unserem Fragenbogen fragen wir darüber hinaus ausdrücklich nach den Risikofaktoren für eine Übelkeit bzw. Erbrechen nach Narkosen. Das Narkoseverfahren wird dann entsprechend angepasst.

 

Tut die Punktion bei der Spinalanästhesie weh?

Nein! Die Haut wird vorher betäubt. Es gibt einen kleinen „Pieks“, brennt kurz, danach spüren sie vielleicht noch einen Druck. Mehr nicht!

 

Welche Nebenwirkungen oder Komplikationen können bei einer Spinalanästhesie auftreten?

Es kann in seltenen Fällen zu Kopfschmerzen kommen, die zwar unangenehm werden können, aber nach ein paar Tagen rückläufig sind. Die Gefahr einer Rückenmarksverletzung mit bleibenden Schäden wie Lähmungen oder gar einer Querschnittslähmung ist extrem unwahrscheinlich. An der Stelle, an der wir punktieren, ist kein Rückenmark. Über weitere Nebenwirkungen, wie ein Harnverhalt, Blutergüsse usw. sprechen wir im Aufklärungsgespräch.

 

Bin ich bei der Spinal- bzw. Regionlanästhesie während der Operation wach und bekomme alles mit? 

Sie werden bei einer Spinal- bzw. Regionalanästhesie nichts von der eigentlichen Operation spüren. Auf Wunsch können wir Ihnen noch zusätzlich ein Schlafmittel gebe, so dass Sie von dem übrigen Treiben im OP nichts mitbekommen. Sie können sich auch gerne mit Musik über Kopfhörer ablenken. Bitte bringe Sie dazu ihren eigenen MP3-Player mit.

 

Wann kann ich wieder Besuch empfangen?

Nach der Verlegung aus dem Aufwachraum können Sie wieder Besuch bekommen. Im Aufwachraum ist dies wegen der anderen Patienten nicht möglich.